Ein agrarwissenschaftlicher Feldversuch bedeutet das Anlegen von Versuchsparzellen, in denen landwirtschaftliche Versuchsobjekte wie z.B. Pflanzen anhand verschiedener Merkmale und Eigenschaften beurteilt werden. Häufig werden Feldversuche im Saatgut, Pflanzenschutz oder der Düngung angelegt und durchgeführt.
Im Rahmen von biologischen Studien können so z. B. Wirksamkeit von Pflanzenschutz-Wirkstoffen überprüft werden. Nachfolgend können deren Einfluss auf Ertrag und die Qualität der Ernte bestimmt und für zukünftige Kulturen festgehalten werden.
Der Feldversuch – je kleiner, desto genauer
Im Versuchswesen unterscheidet man zwischen Exakt- und Streifenversuch. Beim Exaktversuch werden nur wenige Quadratmeter (10-30 m²) angelegt, Streifenversuche sind dagegen deutlich größer. Bei kleineren Exaktversuchen kann man Prinzipien der Versuchsanlage, -durchführung und -auswertung besser einhalten. Bei größeren leidet die Genauigkeit. Hier gelingt es weniger zufällige Einflussfaktoren wie Ausgangsgestein oder Bodenbearbeitung auszuschalten. Bei genügend Wiederholungen und Einhaltung der Prinzipien zur Versuchsdurchführung ergibt sich aber auch bei Streifenvesuchen eine gute Aussagefähigkeit.
Synonyme: Feldversuch, Anlage von Feldversuchen, Blockanlage, Parzellenversuch, Feldexperiment, Landessortenversuch, EU- oder auch Wertprüfungen.